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Kolumbien:
Kaffee statt Rosenkränze - oder wie der Kaffee nach Kolumbien kam

Teil 4: Krise und Hoffnung

 
  © Jürgen Steidinger, Fotolia

Der Kaffeeboom des vergangenen Jahrhunderts ist Geschichte. Heute befinden sich die Bauern in den kolumbianischen Anden in einem immer härter werdenden wirtschaftlichen Überlebenskampf. Über die Erzeugung des Rohstoffes Kaffeebohne hinaus ist es ihnen in den vergangenen Jahrzehnten nicht gelungen, sich einen größeren Anteil an der Wertschöpfungskette bei der Erzeugung und Vermarktung des Endproduktes Kaffee zu sichern.

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Rohkaffee ist heute zwar nach Erdöl weltweit das zweitwichtigste Handelsgut. Doch immer neue Erzeugerländer springen auf den Kaffeezug auf, wollen sich ihren Anteil am Weltmarkt sichern. Der traditionelle Abnehmermarkt in Nordamerika und Europa gilt bereits als gesättigt, die Erschließung neuer Konsumenten z.B. in Asien geht nur schleppend voran. Dies trifft die traditionellen Erzeugerländer wie Kolumbien hart. Es hat mehr als symbolische Bedeutung, dass 2006 Kolumbien den 2. Platz unter den weltgrößten Kaffeeexporteure verloren hat – an Vietnam, ein Land, das erst seit gut 10 Jahren überhaupt Kaffee produziert und selbst kaum konsumiert.

 
  © Santiago Maontero, Fotolia

Mit nur gut 10 % Anteil an den kolumbianischen Exporten hat der Kaffee auch in Kolumbien selbst viel von seiner wirtschaftlichen Bedeutung verloren. Der stetige Preisverfall und Schädlinge wie der Brocakäfer haben viele Cafeteros in den Ruin getrieben. Doch noch immer leben mehrere hunderttausend kolumbianische Familien von der braunen Bohne und setzen auf bessere Zeiten. Fairer Handel von Kaffee kann ein Mittel sein, um dies zu erreichen. Auch das Produkt gibt Anlass zu Optimismus: echter kolumbianischer Hochlandkaffee ist noch immer der beste Kaffee der Welt.

Teil 1: Von Afrika nach Südamerika
Teil 2: Der Kaffee erobert Kolumbien
Teil 3: Der Kaffeeboom
Teil 4: Krise und Hoffnung
Teil 5: Das "Geheimnis" des Café de Colombia
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