In fast 2.400 Metern Höhe liegt auf einem schmalen Berggrat in den peruanischen Anden eines der faszinierendsten Reiseziele Südamerikas: die legendäre Inkastadt Machu Picchu. Jedes Jahr nimmt die Zahl ihrer Besucher zu. Allein 2008 besuchten mehr als eine Million Touristen die spektakulär gelegenen Ruinen. Überall in und um die mystische Stätte stößt man auf die unübersehbare Hinterlassenschaften dieser Menschen: Machu Picchus Müllberge.
Jeden Monat finden die Einheimischen und die Mitarbeiter der zum Weltkulturerbe gehörenden Inkastätte Tonnen von Plastikflaschen in der offiziell erst 1911 von Amerikaner Hiram Bingham wiederentdeckten Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung. Auch entlang des spektakulären Inkatrails verschmutzen wenig verantwortungsvolle Trekking-Touristen die Natur mit ihren Abfällen.
Um dem ausufernden Müllproblem Herr zu werden, haben die lokalen Behörden daher beschlossen, ab dem 13. August 2009 in und um die Ruinenstadt den Verkauf und den Konsum von Getränken in Einwegplastikflaschen rigoros zu verbieten. Einzig und allein recyclebare Glaspfandflaschen und Mehrweggefäße dürfen von den Besuchern mitgebracht bzw. von den einheimischen Verkäufern noch angeboten werden. Wer dennoch mit den Plastikflaschen erwischt wird, für den wird es richtig teuer: PET-Fetischisten müssen dann 1.775 Soles (ca. 425 Euro) Bußgeld berappen.Geht es nach dem Verwaltungschef von Machu Picchu, soll diese Umweltschutz- bzw. Müllvermeidungskampagne so bald wie möglich auch auf die unmittelbar an den historischen Ort angrenzenden Gemeinden ausgedehnt werden.